15
Dez

Un café s’il vous plaît

Kultur Kreative - Un café s’il vous plaîtBrauchen Sie morgens zum munter werden auch erst einmal eine Portion Koffein?
Kaffee ist das beliebteste Getränk  der Deutschen, sogar noch vor Wasser und Bier. Rund 70 Prozent aller Erwachsenen trinken täglich Kaffee. Im Jahr 2008 waren es pro Kopf 148 Liter und somit das am meisten konsumierte Getränk in Deutschland. Nach Erdöl ist es der am zweit häufigsten gehandelte und deshalb einer der wichtigsten Exportrohstoffe.

Auf der ganzen Welt leben über 100 Millionen Menschen von der Produktion, Verarbeitung und dem Vertrieb von Kaffee, davon etwa 25 Millionen von der Kaffeeernte in den Entwicklungsländern. Die Produzenten im Süden werden jedoch nicht reich davon, auch wenn die Preise für Rohkaffee in der letzten Zeit gestiegen sind. Denn nur ein geringer Teil  des Endverkaufspreises geht an die Kleinproduzenten.

Auch bei uns stellen sich immer mehr Verbraucher die Frage, wo ihr Kaffee herkommt, ob die Umwelt beim Anbau geschont wird und wie die Arbeitsbedingungen  vor Ort sind.
Und so achten bewusste Konsumenten immer stärker auf nachhaltig angebauten Kaffee und der Griff im Supermarkt geht immer öfter zu zertifizierten Produkten bzw. Bio-Kaffee.

Nachhaltiger Kaffeeanbau heißt, die menschlichen Bedürfnisse und Interessen mit den natürlichen Gegebenheiten und Erfordernissen in Einklang zu bringen. Dabei sollten der Schutz der natürlichen Produktionsgrundlagen (Boden, Wasser, Flora und Fauna) berücksichtigt werden, sowie die sozialen und wirtschaftlichen Belange und Erwartungen der Bewohner eines Kaffeeanbaugebietes.

Der Marktanteil von Bio-Kaffee und Produkten mit Nachhaltigkeitszertifikat ist in den letzten Jahren gestiegen und zeigt, dass auch das Bewusstsein hierfür immer größer wird.

Fairtrade-Produkte (verbessern durch feste Mindestpreise und Sozialprämien  die Lebens- u. Arbeitsbedingungen von Kleinbauern), sowie Produkte mit dem Bio-Siegel (Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau) und dem Siegel Rainforest Alliance Certified  (für ökologisch und sozial verträgliche sowie wirtschaftlich erfolgreiche Anbaumethode) sind dabei starke Partner für mehr Nachhaltigkeit. Nicht zu vergessen die internationale Organisation 4C Association , deren Ziel die nachhaltige Gestaltung des gesamten Kaffeesektors ist.

Nicht nur in Discountern wie LIDL werden inzwischen faire Bohnen angeboten, selbst McCafé-Filialen in Deutschland bieten Espresso-Spezialitäten ausschließlich aus nachhaltiger Erzeugung an.

Das alles hilft, fair gehandelte Produkte besser bekannt zu machen, denn fairer Handel steht vor dem Problem des niedrigen Bekanntheitsgrades – mit 63 Prozent in Deutschland liegt es sogar unter dem europäischen Durchschnitt von 69 Prozent.
Außerdem sollten wir unseren Kaffee natürlich aus wiederverwendbaren Tassen trinken und Verpackungsmüll von  „Coffee-to-go“-Bechern vermeiden.

Und noch ein Tipp: Bevorzugen Sie „pur“ verpackten Kaffee, denn manche Hersteller neigen zum Überverpacken und umhüllen die Kaffeetüten mit zusätzlichen Papierhüllen oder stecken sie in Umkartons. Das ist Müll, den man sich sparen kann.

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    4 Kommentare für “Un café s’il vous plaît”

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